Jan 04

7 Tipps zum Kräuter sammeln
Wildkräuter, Früchte, Nüsse und Samen sammeln und aufbewahren


Tipps zum Sammeln von Wildkräutern für eine gesunde Ernährung

Seit der Steinzeit - sie begann vor ca. 2,6 Millionen Jahren und endete etwa vor 4000 Jahren - sammeln die Menschen ihre Nahrung in der Natur. Pflanzen, Früchte, Samen, Wurzeln, Pilze zählen zu ihrer täglichen Nahrung. Das Wissen darüber wurde von Generation zu Generation weitergegeben und ist damals wie heute überlebenswichtig.
Eine gesunde Ernährung ist Grundlage für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Im Laufe der Zeit baute sich ein enormer Wissensschatz auf. Dieser ist heute in Zeiten von Fastfood-Ketten und Supermärkten keineswegs verloren. Sobald wir uns der Natur öffnen, spüren wir wie dieses Wissen fest in unseren Genen verankert ist. So können wir von heute auf morgen auf diese natürliche Nahrung umstellen, ohne dass unser Körper sich anpassen muss. Wir spüren schon nach kürzester Zeit, wie es uns körperlich und geistig besser geht.

  1. ACHTSAMKEIT - Sammeln sie mit größt möglicher Achtsamkeit.
    Achtsamkeit sollte der Anfang all unseren Handelns sein. Achtsamkeit bedeutet dabei zunächst einmal Aufmerksamkeit und Bewusstsein zu entwickeln. In Bezug auf die Pflanzen bedeutet dies, sich erst einmal mit ihnen und ihrem Wesen zu beschäftigen. Pflanzen sind Lebewesen. Denjenigen denen es schwer fällt, Pflanzen als Lebewesen zu betrachten, hilft vielleicht der Gedanke, dass wir vor nicht allzu langer Zeit noch keine getrennte Spezies waren. Es gab noch keine Unterscheidung in Pflanzen, Tiere oder Menschen. So sind auch heute noch ein Teil unserer Gene identisch. Aus Ihrer Achtsamkeit entwickeln Sie die richtige Einstellung zum Sammeln
  2. Beobachten Sie - Seien Sie konzentriert und beobachten Sie die Pflanzen, welche Sie sammeln möchten, genau.
    Nehmen Sie auch deren Umfeld wahr. Dies ist absolut wichtig zur Bestimmung der Pflanzen. Selbst Experten haben es schwer, Pflanzen das ganze Jahr über richtig zu erkennen. Mit Pflanzenbestimmungsbüchern alleine ist es unmöglich das ganze Jahr über Pflanzen mit hundertprozentiger Sicherheit zu bestimmen. Finden Sie Ihren Zugang zur Pflanze, mit dem Ihnen dies möglich ist. Es gibt viele Dinge auf die Sie achten können. Farbe, Geruch, Umgebung, Form usw. können Ihnen helfen eine Pflanze zu bestimmen und zu beurteilen, was für den Verzehr geeignet ist und was nicht.
  3. Sammeln Sie nur das was die Pflanze Ihnen anbietet.
    Sammeln Sie schonend. Sammeln Sie so, als wollten Sie keine Spuren hinterlassen! Jemand der nach Ihnen sammelt sollte den Platz schöner vorfinden als Sie es getan haben. Nehmen Sie nur das was die Pflanze Ihnen anbietet, Sie werden bemerken, dass sich diese Teile leicht lösen lassen. Nehmen Sie nur frische, schöne und lebendige Teile der Pflanze. So lebendig wie Ihre Nahrung werden Sie sich nachher fühlen.
  4. Geringer Vorrat - Sammeln Sie nur so viel, wie Sie unmittelbar für Ihre Nahrung oder Ihren Vorrat benötigen.
    Die Natur sorgt für uns. Es ist immer genügend da. Daher ist es auch nicht nötig, einen großen Vorrat anzulegen. Bedenken Sie die Arbeit, diesen Vorrat über mehrere Tage lebendig zu halten.
  5. Lebendig halten - Kümmern Sie sich während und direkt nach dem Sammeln um Ihre Pflanzen.
    Sobald Sie Teile einer Pflanze entnommen haben, tragen Sie die Verantwortung für deren Lebendigkeit. Sie können mit dem richtigen Vorgehen Wildkräuter über Wochen kraftvoll und frisch halten. Bieten Sie Ihnen dazu am besten die Bedingungen während des Sammelzeitraums. Feuchtigkeit ist immer wichtig. Benutzen Sie, besonders im Sommer, Körbe und feuchte Tücher in die Sie die Wildkräuter legen. Im Winter die Pflanzen niemals in geheizten Räumen aufbewahren, sie verlieren schnell Ihre Kraft. Am besten draußen. Haben Sie die Wildkräuter aus Eis und Schnee ausgegraben, dann bedecken Sie diese auch wieder mit Schnee. So bleiben Ihre gesammelten Wildkräuter zu jeder Jahreszeit frisch und kraftvoll und bilden die Grundlage für eine gesunde Ernährung.
  6. Pflanzenbestimmung - Sammeln Sie nur was Sie 100% erkennen.
    Nehmen Sie niemals Pflanzen oder Teile von Pflanzen in den Mund, welche Sie nicht vorher 100% identifiziert haben. Seien Sie sich sicher, dass diese Pflanzen bzw. Pflanzenteile essbar sind! Bei Verdacht auf Vergiftung wenden Sie sich bitte an eine der Notrufzentralen z.B. an das Giftinformationszentrum Mainz - Notruf +49 (0)6131-19240 (0700-GIFTINFO).
  7. Dankbarkeit - Seien Sie dankbar für das was Ihnen die Natur schenkt.
    Das Wissen um eine gesunde Nahrung mit frischen Wildkräutern wird Sie Ihrer Gesundheit und Ihrem Wohlbefinden ein Stück näher bringen. Danken Sie den Pflanzen, den Tieren und allen die Ihnen auf dem Weg helfen.



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Es gibt zu diesem Beitrag 1 Kommentar.

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1. Wie säubert man denn Wildkräuter`? Einfach waschen? Heiß? Ich habe da etwas Bedenken wegen evtl. Verunreinigung von Tieren (Wild, oder auch Katzen) die ja oft in Wiesen ihre Hinterlassenschaften "ablegen", und der Fuchsbandwurm? Ist das keine Gefahr? Ein Stadtmensch hat es auch leider schwer, selbst geeignete Wildkräuter zu finden, vor allem nicht täglich. Danke für Tipps. Grüße Miri

 Miri, am 30.10.2011